Carl Duennhaupt 
Lebenserrinerungen

Carl Dünnhaupt Lebenserinnerungen

Carl Dünnhaupt, ein Mann aus einfachen Verhältnissen, gelangt im Laufe des 19. Jahrhunderts im Bereich Zeitungs- und Verlagswesen in Sachsen-Anhalt zu Ansehen und Bedeutung. Seine Lebenserinnerungen, eigentlich nur für den privaten Gebrauch an seinen Sohn geschrieben, geben Einblicke in das Leben der einfachen Menschen in Halberstadt um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Ohne besonderen politischen Anspruch verfasst, bekommen die folgenden Schilderungen seiner Wanderjahre als Buchdrucker zwischen 1863 und 1875 wegen der sich parallel entwickelnden Arbeiterbewegung besonderen Reiz.
Der zweite Teil der Erinnerungen wurde von seiner Frau Gertrud Dünnhaupt verfasst. Für uns wie aus einer anderen Welt, mutet die Erzählung ihres Kennenlernens an. Kurz eingegangen wird auf die diversen Firmenwechseln, bis man sich 1893 in Dessau nieder lässt. Der Schwerpunkt liegt bei der 13fachen Mutter nun hauptsächlich im familiären Bereich, den vier sehr früh verstorbenen Kindern und besonders den drei Söhnen, die im I. Weltkrieg blieben.
In den 1920er und 30er Jahren sind drei Unternehmen mit dem Namen „Dünnhaupt“ verbunden. Nach 1945 geraten die privat geführten Unternehmen in Konflikte mit dem Arbeiter- und Bauernstaat bzw. werden wegen ihrer Nähe zum Nationalsozialismus verboten. Heute steht der Name Dünnhaupt vor allem für die Geschichte Dessaus, Köthens und Sachsen-Anhalts am Beginn des letzten Jahrhunderts.

Herausgeber: Eckart Fründ

Mitte 2019, ISBN: 978-3-939202-52-3

Preis: 14,80 €

62 Seiten, diverse Abbildungen